Jakob Lorber
Biografie und Berufung

 

Chronologie der Hauptwerke Jakob Lorbers

Buchtitel, Bände, ca. Seiten, Entstehungszeitraum, Kürzel

 

Die Haushaltung Gottes, 3 Bände, 1570 Seiten, 1840-1844, HGt
Die große Zeit der Zeiten (Pathiel), ein Buch, 160 Seiten, 1841, Pa
Der Mond, ein Buch (Erde und Mond), 24 Seiten, 1841, Mo
Der Saturn, ein Buch, 250 Seiten, 1841/42, Sa
Die Fliege, ein Buch, 88 Seiten, 1842, Fl
Der Großglockner, ein Buch, 104 Seiten, 1842, Gr
Die natürliche Sonne, ein Buch, 320 S., 1842, NS
Die geistige Sonne, 2 Bände, 1070 S., 1842/43, GS
Schrifttexterklärungen, ein Buch, 196 S., 1843, Ste
Die Jugend Jesu,  ein Buch, 552 Seiten, 1843/44, JJ
Der Laodizenerbrief des Apostels Paulus

ein Buch, 28 Seiten, 1844, Lao
Der Briefwechsel Jesu mit König Abgarus

ein Buch, 64 Seiten, 1845/46, BJ
Die Erde, ein Buch (Erde und Mond), 224 Seiten, 1846/47, Er
Jenseits der Schwelle, ein Buch, 128 Seiten, 1847, JS
Bischof Martin, ein Buch, 496 Seiten, 1847/48, BM
Robert Blum, 2 Bände, 973 Seiten, 1848/51, RB
Die drei Tage im Tempel, ein Buch, 158 Seiten, 1859/60, DTT
Das große Evangelium Johannes, 10 Bde., 5323 Seiten, 1851-1864, GEJ

Jakob Lorber - Biografie und Berufung

 

Am linken Drauufer inmitten von Weinbergen in der Ortschaft Kanischa der Pfarre Jahring (untere Steiermark, heute Slowenien), wo der Vater Michael Lorber seine Bergholdengründe bewirtschaftete, wurde Jakob Lorber am 22. Juli 1800 geboren. Er wuchs in einem für Kunst und Religion offenen Elternhaus in dieser ländlichen Umgebung heran. Von seinem Vater hatte er eine vielseitige musikalische Begabung geerbt und von ihm erhielt er auch die erste Ausbildung im Geige-, Klavier- und Orgelspiel. Und als Jakob dann das Gymnasium in Marburg an der Drau besuchte, verdiente er sich die nötigen Mittel dazu bereits als Organist in einer der Stadtkirchen.
Sein Diplom als Hauptschullehrer erwarb er 1829 in Graz, der steiermärkischen Landeshauptstadt, wo er aber keine entsprechende Anstellung fand, so daß er weiterhin intensive Musikstudien betrieb, komponierte, Gesangs- und Violin-Unterricht gab und gelegentlich auch öffentliche Konzerte.
Während dieser Jahre schlug Jakob Lorber, seiner Neigung zu geistiger Vertiefung folgend, aber auch den „Weg nach innen“ ein und las u.a. Justinus Kerner, Jung-Stilling, Swedenborg, Jakob Böhme und Johann Tennhardt. Niemals aber trennte er sich von der Bibel, die ihm bis an sein Lebensende eine Quelle der Inspiration blieb.
Als ihm eine feste Kapellmeisterstelle an der Oper in Triest angeboten wurde und er im Begriff war, sich in den Dienst der Welt zu stellen, erhielt er seine Berufung.
Am frühen Morgen des 15. März 1840 – er hatte gerade sein Morgengebet verrichtet – hörte er an der Stelle seines Herzens deutlich eine Stimme, die ihn aufforderte: „Steh auf, nimm deinen Griffel und schreibe!“
Er brach seine Reisevorbereitungen ab, setzte sich mit Griffel und Papier zurecht und schrieb gehorsam, was ihm die geheimnisvolle Stimme nun diktierte. Es war die Einleitung zu seinem ersten Werk „Die Haushaltung Gottes“: „So spricht der Herr für jedermann, und das ist wahr und getreu und gewiß: Wer mit Mir reden will, der komme zu Mir und Ich werde ihm die Antwort in sein Herz legen. Jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen den Ton Meiner Stimme vernehmen. Und wer Mich aller Welt vorzieht, Mich liebt, wie eine Braut ihren Bräutigam, mit dem will Ich Arm in Arm wandeln. Er wird Mich allezeit schauen wie ein Bruder den anderen Bruder, und wie Ich ihn schaute schon von Ewigkeit her, ehe er noch war.“
In dieser Stunde des ersten Diktats vom Herrn brach das Unerwartete und Unerhörte in Jakob Lorbers Leben vehement herein. Während der nächsten 24 Jahre unterbrach er nur selten noch seine vom Verstand aus unbegreifliche Tätigkeit, schrieb fast täglich mehrere Stunden ununterbrochen, ohne in Büchern nachzuschlagen, und ohne die vielfachen Kenntnisse, die ihm durch das Innere Wort aus der Feder flossen. Sein Leben war einzig vom Gehorsam gegenüber dieser inneren Stimme erfüllt.
Die Niederschriften Jakob Lorbers füllen über 12000 Buchseiten und gewähren tiefe Einblicke in den geistigen Urgrund und Ursprung der Schöpfung, sowie das Wirken Gottes im Bemühen um die ins freie Dasein gestellten Geistwesen. Die naturkundliche Sicht auf die Schöpfung erschließt die Zusammenhänge und die Wechselwirkung zwischen der geistigen, seelischen und materiellen Welt. Die in Form einer authentischen Berichterstattung gegebenen Texte über die Kindheit und Jugend Jesu und seine späteren Lehrjahre vermitteln uns das wahre göttliche und zugleich menschliche Wesen Jesu und die fast unbegreifliche liebevolle Fürsorge und Geduld, die der Mensch und die gesamte Schöpfung durch Gott und die helfende Geister- und Engelwelt erfährt.
So entfaltet sich ein gewaltiges Panorama, bei dem die riesige Dimension des materiellen Kosmos geradezu winzig wirkt gegenüber der geistigen Schöpfung, in der dennoch jedes Wesen unendlich bedeutsam und in Gottes Obhut geborgen ist.
Jakob Lorber starb am 24. August 1864; er hatte seinen Tod vorausgeschaut, seine Aufgabe war erfüllt. Auf seinem Grabstein auf dem St. Leonhard-Friedhof in Graz steht das Paulus-Wort: „Wir mögen leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“
 

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